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Die schwimmenden Inseln der „Uros“ im Titicaca See

Am 1. Mai, nachdem in Copacabana das „Fiesta de la Cruz“ vorbei war, nahmen wir den Grenzübertritt zu Peru in Kasani in Angriff. Wir wussten, dass wir keine Fahrzeugversicherung hatten und für Gioia lediglich das Gesundheitszeugnis des Veterinärs, nicht aber die amtliche Bestätigung der SENASAG vorweisen konnten. Der stolze Grenzbeamte machte uns dann auch sofort klar, dass ohne Fahrzeugversicherung gar nichts ginge und hat uns auf ein selber gedrucktes Schild hingewiesen. Nach längeren Diskussionen hat er uns dann endlich eröffnet, dass er für uns – und nur für uns – eine Ausnahme machen könnte; natürlich gegen ein kleines Entgelt…..und ja niemandem weitersagen. Gesagt getan…und zum ersten Mal waren wir mit Korruption konfrontiert. Um ähnliche Gespräche bezüglich Gioia zu vermeiden, haben wir beschlossen, sie ganz unverschämt durchzuschmuggeln, was uns ohne Probleme gelang.

Der Ausgangspunkt für die Besichtigung der schwimmenden Inseln ist Puno, die wahrscheinlich grösste Stadt am Titicacasee. Im Hotel „Sonesta Posada del Inca“ konnten wir unseren LKW für einige Tage parkieren und schon wieder eine wunderschöne Gartenanlage mitbenutzen. Nachdem wir am ersten Tag sofort die obligatorische Fahrzeugversicherung abschliessen konnten, besuchten wir am zweiten Tag die schwimmenden Inseln der Uros.

Auf den vorgelagerten Inseln leben noch heute einige Tausend Leute und die ältere Generation hat diese auch bis jetzt nur selten verlassen. Einer der Häuptlinge einer Inselgruppe hat uns ganz stolz in das tägliche Leben der Uros eingeführt, uns den Speiseplan erklärt, die Konstruktion einer Insel anhand eines Modells gezeigt und uns zum Schluss natürlich noch einen Teppich, gewoben von seiner Frau, verkauft. Beim Bau der Inseln, zum Fischen oder zum Schneiden der Schilfrohre müssen die Bewohner immer wieder für längere Zeit in das eiskalte Wasser steigen. Um den Schmerz der Kälte zu ertragen, kauen sie Cocablätter.

Beim näheren Hinschauen ist uns aufgefallen, dass jede kleine Hütte eine eigene Mini-Solarstation besitzt (ein Geschenk der Regierung), womit ein Minimum an Strom erzeugt werden kann. Im weiteren Verlauf haben wir auch noch erfahren, dass die Insel Restaurants und ein Hotel besitzt, eine Kirche und Primarschule vorhanden sind und erst die älteren Kinder täglich nach Puno in die Schule gehen.

Nach einem weiteren ruhigen Tag in der Gartenanlage machten wir uns auf den Weg nach Cusco, um den lang ersehnten, Sagen umwobenen Machu Picchu zu besichtigen.


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